März, 2026
Buchtipp von Marion
„Ich wollte leben. Nicht nur überleben – leben.“
„Die Angst war mein ständiger Begleiter, aber sie durfte mich nicht lähmen.“
„Ich lernte, in Sekunden zu entscheiden, ob ich vertrauen konnte – oder fliehen musste.“
„Die Welt draußen war schön – aber sie gehörte nicht mir.“
4 Zitate aus einem Buch, welches einen eindringlichen Einblick in das Leben einer jungen Frau liefert, die sich mit Mut, Intelligenz und Hoffnung gegen das NS-Regime behauptete. Es ist nicht nur ein Zeugnis des Überlebens, sondern auch ein Appell gegen das Vergessen und für Menschlichkeit in dunklen Zeiten.
Leokadia Justman erzählt in ihrer autobiografischen Überlebensgeschichte von ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten. Als polnische Jüdin entkam sie dem Warschauer Ghetto, während ihre Mutter sich freiwillig zur Deportation nach Treblinka meldete, um ihre Tochter zu retten. Gemeinsam mit ihrem Vater floh Leokadia nach Tirol, wo sie unter falscher Identität lebte und arbeitete. 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet und in Innsbruck inhaftiert. Mehrmals gelang ihr mit Hilfe mutiger Unterstützer die Flucht aus dem Polizeigefängnis. Sie überlebte versteckt in der Region Lofer bis Kriegsende.
Übrigens: im Landhaus 1 der Tiroler Landesregierung läuft seit Januar 2025 eine Sonderausstellung über das Leben und die Erinnerungen von Leokadia Justman basierend auf diesem Buch.